Kornkreise

 

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Aus dem Netz gefischt (04.10.04)

Maiskreise und Enten

Nichts mehr los in der Kornkreis-Szene? Es scheint so, zumindest, was den mitteleuropäischen Raum anbetrifft. Umso interessanter die Fülle von Meldungen, die uns aus Kanada erreichen und in vollem Umfang unter earthfiles.com und cccrn.ca nachzulesen sind. Dort wurden im letzten Sommer insgesamt 14 Formationen gesichtet, und es scheint, als dürften wir uns auf weitere, bisher in den endlosen, südlich des Polarkreises gelegenen Weiten noch nicht entdeckte Kornkreise freuen.

Sehr seltsam mutet der Bericht zweier Kreise an, die, man lese und staune, nicht in einem Getreidefeld, sondern in einem (Sie lesen richtig) Wald gefunden wurden, einen Durchmesser von 90 bzw. 150 Metern aufweisen und durch flachgelegte Bäume gekennzeichnet sind. Die sich in horizontaler Lage erstreckenden Gehölze zeigen angeblich in radialer Ausrichtung zum Mittelpunkt der Formationen, die seit August dieses Jahres (nein: es heißt nicht „diesen“ Jahres) bekannt sein sollen.
Fotos gibt es leider noch keine (warum eigentlich?) – es wurde jedoch versprochen, diese, falls es welche geben sollte, sofort unter den oben genannten Adressen zu zeigen (wir sind gespannt!).

Auch bei den weniger spektakulären, kanadischen Formationen soll es eine Reihe von Anomalien gegeben haben: Die sehr leicht zerstörbaren „Exkremente“ von Würmern (wurmähnliche Gebilde aus Erde) sollen oft unbeschädigt geblieben sein. Noch niemand auf die Idee gekommen, dass diese erst nach der Entstehung der Formation an ihrem Fundort ausgeschieden wurden? Ich kann mir recht gut vorstellen, dass es Würmern gleich ist, ob sie in einem Kornkreis oder außerhalb eines Kornkreises ihre Notdurft verrichten, bin aber gerne bereit, mich durch Biologen eines Besseren belehren zu lassen!

Einige Formationen sind nicht kreisförmig, sondern elliptisch angelegt. Mit Stock und Seil nicht möglich? Kann sein – aber mit zwei Stöcken und einem Seil auch kein Problem. Wie das geht, ist in jedem Schul-Mathematikbuch nachzulesen.

Bleiben noch die seltsamen Empfindungen im Innern der Formationen, von denen viele Besucher berichteten. OK! Kein Gegenargument: Subjektive Erfahrungen können nicht widerlegt werden.

Doch ganz im Ernst: Was mich wirklich erstaunt, ist die Tatsache, dass einige kanadische Formationen in bis zu drei Meter (whow!) hohem Mais entstanden sind. Erinnert mich an „Signs“! In der Tat nicht einfach, eine Formation in solch hoch stehendem Gewächs anzulegen: Hier fehlt dem „Macher“ wirklich der Überblick! Ein Punkt für die Hypothese „Nicht von Menschen erzeugt“.

Was gibt es sonst Neues in der Szene? Sicher haben Sie bereits vom tragischen Tod des in Kreisen der ernsthaften UFO-Forschung sehr verehrten und geschätzten Professor John E. Mack gehört? Er starb vor wenigen Tagen bei einem Verkehrsunfall in London – auf dem Rückweg von einem Vortrag, in welchem er, soweit mir bekannt ist, auch über Kornkreise sprach. Er wurde bewundert und anerkannt, weil er seine Karriere als renommierter Psychiater auf’s Spiel setzte, um die Öffentlichkeit auf das „Entführungsphänomen“ aufmerksam zu machen.

Auf vielen UFO-Internetseiten „geisterte“ vor einigen Wochen eine Meldung herum, die von einer neuen Tunguska-Expedition berichtete (Sie erinnern sich: Die unerklärliche, gewaltige Explosion im Jahre 1908 in Sibirien). Angeblich hat man ein metallenes Objekt gefunden, das einige Forscher für die Fragmente eines außerirdischen Raumschiffes gehalten haben sollen – oder für ein Fragment einer außerirdischen Rakete, die einen Meteoriten, der die Erde bedrohte, über dem Boden zerstört haben soll. Weitere Untersuchungen sollten konkretere Ergebnisse bringen. Wie so oft, gab es (bisher jedenfalls) keine weiteren Informationen – und so fürchte ich, dass diese Fundmeldung nichts weiter war als eine Zeitungs- pardon: Internet-Ente. Na: wenigstens eine Tierart, die nicht vom Aussterben bedroht ist.

In diesem Sinne bis demnächst! Herzlichst Ihr:

Kurt Diedrich

 

 

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