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Auch 1997 wieder Kornkreise im Land Angeln
Die Ergebnisse des Projektes Bussard
von Clemens Richter
Fotos:
Formation 1-7: © Clemens Richter
Formation 8-10: © Jan Schwochow
Die Entwicklung der Kornkreissituation im Land Angeln, an den Ufern der
Schlei, hat dieses Jahr nahtlos an die Ereignisse von 1996 angeknüpft.
Auch heuer hat Clemens Richter die Formationen fotografiert und dokumentiert
- im Rahmen des von ihm initiierten Projekt Bussard. Hier sein Berich:
Nach den 11 Getreideformationen des letzten Jahres in Schleswig-Holstein, von
denen allein 10 im Land Angeln am Nordufer des Meeresarmes Schlei auftauchten,
wurde das Projekt Bussard angeregt.
Dabei handelt es sich um die regelmäßige Luftüberwachung des
bisherigen Kornkreisgebietes mit sporadischer Beobachtung angrenzender Gebiete.
- Eine flächendeckende Beobachtung ist mit den vorhandenen Mitteln leider
nicht möglich.
Wie im FGK-Report 2/97 nachzulesen war, zeigte das Projekt schon im Mai erste
Erfolge. Und nachdem Anfang August das größte und eindrucksvollste
Piktogramm in einem Weizenfeld gefunden wurde und die Felder mittlerweile fast
alle abgeerntet sind, will ich die Ergebnisse nun zusammenfassen.
Dabei fällt auf. daß es sich bei allen 10 in diesem Jahr hier gefundenen
Piktogrammen um die gleiche "Handschrift" handelt wie bei den 10 Piktogrammen
Angelns im Jahr zuvor.
Bevor ich die Formationen im Einzelnen beschreibe, möchte ich, um Wiederholungen
zu vermeiden, die Merkmale jener "Handschrift" erläutern.
Die Handschrift in den Kornformationen Angelns:
- Fußspuren oder ungewöhnliche Bodeneindrücke fanden sich
bei der Erstbegehung nicht, bis auf jene Formation, in der ich aus der Luft
Besucher gesehen hatte.
- Die Halme waren unmittelbar über dem Boden gebogen, wo sie mit
der umlegenden Kraft aus der Halmrosette herauswuchsen, und geknickt,
wo sie gegen die umlegende Kraft aus der Rosette wuchsen. Die Halme
jedes untersuchten Büschels waren daher über den Wurzeln
teils gebogen, teils geknickt.
- Je jünger und grüner, also "wüchsiger" das Getreide
war, desto schneller und deutlicher hatte es sich nach dem Umlegen an den
Halmknoten wieder aufgerichtet Die Knoten verdickten dabei teils beträchtlich.
Die umgelegten Halme starben nicht ab.
Aufgrund dieses Verhaltens und der mit der Reife abnehmenden Wüchsigkeit
ließ sich die Entstehungszeit einer Formation auch bei einer späten
Untersuchung recht genau feststellen.
- Bis auf ein kleines Stück von Formation 10 waren alle Piktogramme von
Straßen oder Feldwegen aus nicht sichtbar.
- Sämtliche Kreise oder Ringe waren linksgedreht von innen nach außen,
also gegen den Uhrzeiger, abgesehen von einem Kreis auf einer Achse in Formation
10, der als Verdickung angelegt war.
- In den Wirbeln der Kreise standen häufig Halmbüschel bis zu ganzen
"Torten" aufrecht, wobei die meisten Wirbel exzentrisch lagen, teils
bis zu einem Meter versetzt.
- In allen Formationen zeigte sich - von FGK-Mitglied Herrn Kranz mit Kristallrute
gemessen - die gleichen Strahlung wie im Jahr zuvor: z.B. rechtsdrehend, linksdrehend,
nach oben hin zunehmend, mit neutralen Stellen etc., doch alle kosmischen
Ursprungs und der sogenannten gesunden Art. Ein detaillierter Bericht wird
von Herrn Kranz erstellt.
- Meines Erachtens - aber das ist sehr persönlich - zeigten sich bei
allen Formationen, bei denen es sich nicht um Einzelkreise handelte, die gleichen
harmonischen Proportionen der Kreise und Ringe, der Gassen, Biegungen und
Symbole, durch die sich die Formationen Angelns deutlich unterscheiden von
denen aus anderen Gegenden. Sie ähneln sehr den Formationen in England
Ende der 80er Jahre
Die Formationen im Einzelnen
Bei dem ersten Suchflug am 18. Mai 1997 wurden bei Lindau nördlich der
Schlei zwei Formationen entdeckt.
Formation 1/97 war ein Einzelkreis mit 8m Durchmesser in einem blühenden
Rapsfeld. Die Stengel waren dicht über der Erde gebogen, einige geknickt,
doch ohne daß die Pflanzen abgestorben wären. Die Stengel hatten
seit dem Umlegen teilweise senkrechte Seitentriebe gebildet, die bereits Blüten
trugen.

Formation 1 (hinten) und 2 (vorne)
Formation 2/97 lag in dem benachbarten Feld mit sehr jungem, noch grasartigem
Winterweizen. Der Einzelkreis mit etwa 10m Durchmesser hatte einen feinen Außenring
von etwa 19m Durchmesser.
Bei der zwei Wochen später erfolgten genaueren Untersuchung konnte der
Kreis erst mit Hilfe von Luftbild und Wünschelrute gefunden werden. Er
offenbarte sich dann an den typischen Biegungen und Knicken im Wurzelbereich,
doch hatten sich alle Halme beim ersten Knoten über der Wurzel wieder vollkommen
aufgerichtet.
Formation 3/97, entdeckt aus der Luft am 9. Juni 1997 in einem Gerstenfeld
bei Loit. Es waren fünf Kreise, zwei durch eine geschwungene Gasse verbunden.
Die umgelegten Halme bildeten teils Stränge und Verflechtungen.
Gesamtlänge 43m, größter Kreis 7m Durchmesser.

Formation 3
Am Freitag, dem 13. Juni 1997, wurde bei einem Suchflug auch das südliche
Ufer der Schlei abgesucht. Bei diesem Flug fanden sich zwei weitere Formationen.
Formation 4/97 lag in einem Gerstenfeld nördlich von Ulsnis nördlich
der Schlei. Es handelte sich um einen großen Kreis von 12,5m Durchmesser
und ein Grapeshot, etwa 30m entfernt, von 2m Durchmesser.

Formation 4
Formation 5/97 lag in einem Gerstenfeld bei Gut Stubbe, am Südufer
der Schlei, zugehörig zum Landesteil Schwansen. Es waren ein großer
und drei kleine Kreise und eine Spirale, über deren Ende eine Sichel lag.
Gesamtlänge 61 m, größter Kreis 12m Durchmesser.
In beiden Formationen war das Getreide voll ausgewachsen und zeigte die gerstentypischen
Windwellen, die über die Halmoberflächen dahinzogen.

Formation 5
Am 25. Juni wollte eine interessierte Dame über die Kornkreise geflogen
werden. Dabei entdeckten wir die Formationen 6 und 7.
Formation 6/97 lag in einem Weizenfeld bei Schwienholt zwischen Loit
und Ulsnis. Es handelte sich um einen Kreis mit geschwungener Gasse und Sichel,
Gesamtlänge 13m.

Formation 6
Formation 7/97 lag in einem Weizenfeld bei Kius. Sie bestand aus sieben
kleinen und großen Kreisen und einer Sichel und besaß schon eine
Art Hauptachse, Gesamtlänge 47m, größter Kreis 6,5m Durchmesser.

Formation 7
Da der Flugmotor überholt werden mußte, konnte der nächste
Suchflug erst am Montag, dem 28. Juli, unternommen werden. Dabei fanden sich
die Formationen 8 und 9.
Formation 8/97 lag in einem Weizenfeld östlich des Dorfes Füsing
am Nordufer der Schlei. Es handelte sich um ein komplexes Piktogramm mit zahlreichen
Kreisen, einem Ring und verschiedenen teils fingerartigen Symbolen auf einer
Achse mit der Richtung 235/55 Grad. Die Gesamtlänge betrug 102 m, die Breite
30m.

Formation 8
Formation 9/97 lag in einem Weizenfeld südwestlich von Ulsnis am
Nordufer der Schlei. Sie bestand aus einem komplexen Piktogramm mit mehreren
Kreisen, Bögen, Gassen und einem Ring mit einer Länge von 53m und
einer Breite von 29m.

Formation 9
Zuletzt wurde Formation 10/97 aus der Luft entdeckt, am 1. August 1997
in einem Weizenfeld nordwestlich von Lindau, wieder am Nordufer der Schlei.
Es war das größte Piktogramm dieses Jahres und bestand aus einer
Anzahl von Kreisen, Symbolen und einem Ring, alles auf einer langen, geraden
Achse angeordnet.
Die Achse verlief 235/55 Grad, genau in derselben Richtung wie die Achse der
Formation 8 bei Füsing. Die Gesamtlänge betrug 122m, die Breite 54m.
Die Länge wiederum entsprach genau jener der Formation 10 von 1996 bei
Grumby, der die Formation 10/1997 auch sonst außerordentlich ähnelt.

Formation 10
Von Mai bis August hat sich wieder die gleiche Entwicklung der Formationen
und Symbole gezeigt wie im Vorjahr. Von einzelnen Kreisen über mehrere
Kreise mit geschwungenen Gassen und Halbmonden bis zu an langen, geraden Achsen
angeordneten Ringen, Kreisen und Symbolen.
Wie im letzten Jahr begann es mit einem Rapskreis von 8 bis 9m Durchmesser,
und wie im letzten Jahr endete es mit einem Langpiktogramm von 122m Länge.
Und wie im letzten Jahr waren es genau 10 Piktogramme.
Es gab noch mehr ungewöhnliche Beobachtungen im Zusammenhang mit den Formationen
Angelns, auf die ich aus Platzgründen hier leider nicht eingehen kann.
Typisch in diesem Jahr scheint auch zu sein, daß Zeugen teils sehr auffällige
Lichterscheinungen am nächtliche Himmel beobachtet haben. Drei der Formationen
wurden in der Richtung derartiger Beobachtungen gesucht und gefunden. Daß
die Zeugen auf selbst angelegte Piktogramme aufmerksam machen wollten, konnte
in den vorliegenden Fällen mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Ebenso
wurden verschiedentlich leichte Kompaß- und auch Schwerkraftanomalien
festgestellt, die aber aus verschiedenen Gründen noch nicht die gewünschte
Eindeutigkeit haben.
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