Kornkreise

 

News & Termine

 

Projekte

 

Texte

 

Über die FGK

 

Forum

 

Links

 

Archiv

Kornkreise
 

 
ACHTUNG! Diese Seiten sind nicht mehr aktuell.
Die FGK betreibt jetzt ein Weblog unter http://www.fgk.org/

Der Fälscher von Köln - Esch

von Andreas Vogt, 2. Juli 2004

Seit dem Flug über das Längspiktogramm bei Köln - Esch am 8. Juni 2004 warteten wir gespannt auf die nächste Formation bei Köln. Das ca. 150 Meter lange Längspiktogramm erwies sich als plumpes Machwerk irgendwelcher Kornkreisjunkies, denen anscheinend langweilig war. Der zuständige Landwirt war über die mutwilligen Beschädigungen in seinem Feld mehr als verärgert und appellierte im Kölner Stadtanzeiger an die Vernunft der Menschen. Der Kölner Anzeiger berichtete entsprechend mit einer Luftaufnahme.

Bauer Courth, der u. a. einen Gartenbaubetrieb unterhält, engagiert sich auf vielfältige Art und Weise. So leistet er seit über 30 Jahren Entwicklungshilfe in Brasilien. Jedes Jahr packt er im Januar die Koffer, um Bauern in Südamerika zu zeigen, wie man ein Feld bewirtschaftet.

Um so schlimmer ist es für ihn, wenn fehlgesteuerte Menschen sein Feld zerstören.
Derartige Zerstörungen fördern nicht gerade das Miteinander zwischen Kornkreis"forschern" und den betroffenen Landwirten Die Vertrauensbasis geht dadurch verloren, bzw. entsteht erst gar nicht.

Daher ist es wichtig, die Urheber dieser Zerstörungen zu ermitteln und diese zur Verantwortung zu ziehen. Auch dies sollte immer mehr die Aufgabe er ernsthaften Kornkreisforscher werden. Ansonsten drehen wir uns bald nämlich nur noch im Kreis.
Nun tauchte innerhalb von zwei Wochen die zweite Formation auf, welche nur ca. 1,5 km vom Längspiktogramm entfernt in einem anderen Weizenfeld lag und von der Straße aus zu sehen war (Köln - Esch - Richtung Orr).
Am 28.6.2004 besichtigten Frank Laumen und ich das Feld und machten einige Aufnahmen.

Auf eine Flug, div. Vermessungen etc. verzichteten wir aus gutem Grund. Wieder waren Spuren von Kornkreisvandalismus zu erkennen und eindeutig hatte dies die Handschrift von den Machern des Längspiktogramms, welche ihren Adrenalinspiegel beim Kornplattwalzen steigen lassen.

Doch sollte es an diesem Abend eine Überrachung für uns geben und das, nachdem wir die Formation verlassen hatten.
Während Frank Laumen seine Fotoausrüstung im Auto verstaute, zog es mich zu einem gegenüberliegenden Feld bzw. Gebüsch am Rande des Parks mit einem verlassenen Haus hin, denn ich musste einmal "austreten".

Während ich so auf das Gebüsch vor mir starrte und über den Sinn der Kornkreisforschung nachdachte, fiel mein Blick in den unteren Bereich des Gebüschs. Neben dort unten liegenden Ästen und Blättern fiel mein Blick auf einige Enden von Brettern. Plötzlich fielen mir die sog. "Stomperboards" ein, mit denen Hoaxer-Spuren in die Felder walzen.

 

Andreas Vogt mit den
gefundenen "Stomperboards"

      

Als Frank dann kam, zog ich die Bretter aus dem Gebüsch und diese entpuppten sich als die komplette Fälscherausstattung, die man dort zur weiteren Verwendung oder zur "Endlagerung" deponiert hatte. Nach weiterem Suchen entdeckten wir noch Kordeln. An den Brettern waren Seile bzw. gürtelähnliches Material montiert.

Diese blauen Kordeln fanden wir übrigens auch in einem benachbarten Wäldchen, direkt am Längspiktogramm.
Wir rieben uns zunächst nur verwundert die Augen und nahmen das Beweismaterial mit auf die Rückreise nach Düsseldorf bzw. Leverkusen.

Die betroffenen Landwirte werden wir über diesen Fund informieren.
Aktuell recherchierten wir, wer die Verursacher dieses Schabernacks sind und welche Motive dafür bestehen. Ich kann nach wie vor nicht verstehen, warum Menschen sich die Mühe machen, in einem mit Chemie bespritzten Feld auf der Erde rumzukrabbeln, immer mit der Gefahr entdeckt zu werden, sich die Klamotten zu versaun, die Nacht ohne Schlaf, mutwillig Korn zu zerstören und andere Menschen in die Irre zu leiten. Anscheinend bekommen diese "Exemplare" zu wenig Aufmerksamkeit in ihrem Leben und haben sich daher eine Beschäftigung ausgesucht, die ihnen die nötige, kurzfristige Befriedigung verschafft. Ein Psychater hätte bei diesem Personenkreis eine Menge zu tun. Was machen die Leute eigentlich im Winter? Die müssen doch regelrecht unter Entzug leiden!

Doch die Moral von der Geschicht: Scheue das Suchen nach Beweismaterial außerhalb der Formation nicht.
Bei dieser Art von Zeichen, sollte man auch in die unmittelbare Nachbarschaft weichen

 

 

© 18. Aug 2018 FGK e.V. | Kontakt | Impressum | Inhaltsverzeichnis